FPZ INTENSIV VERSORGUNG
(gemäß § 140 SGB V)
Die FPZ INTENSIV VERSORGUNG (INTIV) wurde für Patienten mit chronischen Rückenschmerzen entwickelt, die grundsätzlich arbeitsfähig sind, im aktuellen Kalenderjahr jedoch aufgrund von Rückenschmerzen mehr als fünf Wochen oder aber in den letzten zwei Kalenderjahren mehr als acht Wochen arbeitsunfähig waren. Dieses IV-Modell dient vor allem
- zur Vermeidung bzw. Verringerung von Arbeitsunfähigkeit,
- zur Vermeidung von Operationen und Krankenhausaufenthalten sowie
- zur Reduktion von Medikamentenabhängigkeit und Schmerzmittelgebrauch.
Im ersten Schritt informiert die Krankenkasse den den betreffenden Versicherten über das Angebot des neuen Versorgungsmodells. Erklärt sich der Versicherte bereit, daran teilzunehmen, wählt die Kasse den ärztlichen Casemanager aus.
Die FPZ INTENSIV VERSORGUNG hat folgende Bestandteile
Die FPZ INTENSIV VERSORGUNG hat folgende Bestandteile
1. Eingangs- und Ausgangsuntersuchung durch einen zertifizierten Schmerzarzt
Die Eingangs- sowie Ausgangsuntersuchung wird durch einen zertifizierten Schmerzarzt (und einem Mitbehandler, z.B. Neurologe/Psychologe) durchgeführt und besteht aus folgenden Elementen:
Schmerzanamnese, Schmerzanalyse, Vorbehandlungen (Medikamente, Injektionen, Physiotherapie, Psychotherapie), Körperlicher Befund, Labor, Bildgebung, psychisches Befinden, interdisziplinäre Diagnosen (medizinisch, psychotherapeutisch, sozialmedizinisch)
2. Kleines oder großes Therapieprogramm
Der Patient darf je nach Empfehlung des Schmerzarztes eines der folgenden Therapieprogramme wahrnehmen:
- kleines Therapieprogramm (16 Termine, 3-4 Stunden am Tag)
- großes Therapieprogramm (20 Termine, 5-6 Stunden am Tag)
Das Therapieprogramm wird durch einen zertifizierten Therapeuten durchgeführt und hat folgende Bestandteile:
- Bewegungstherapie: Ausdauertraining, dynamisches und statisches Muskelaufbautraining, koordinationsorientierte Bewegungstherapie, physiotherapeutische Einzelbehandlung
- Orthopädische Schmerztherapie
- Schmerzbewältigung: Training in Kleingruppen und via Einzelmaßnahmen
- Entspannungstraining: Biofeedback, progressive Muskelrelaxation sowie Autogenes Training
- Motivationsberatung: pädagogische Beratung
- Zusätzliche Therapieverfahren: aus den Bereichen Elektrotherapie, Massage, Thermotherapie sowie Physiotherapie
Durch die Verbindung von hocheffektivem Controlling und modernster Kommunikationstechnologie werden Versicherte und Leistungserbringer zu regelmäßigen Handlungsimpulsen und zur Einhaltung und Aufrechterhaltung des Behandlungspfades motiviert.
