Eine Volkskrankheit in Zahlen
Rückenschmerzen zählen zu den häufigsten und kostenintensivsten Gründen für Arbeitsunfähigkeit (AU).
Hier einige Fakten:
- Rückenschmerzen verursachen in Deutschland einen jährlichen volkswirtschaftlichen Schaden in Hohe von zirka 49 Milliarden Euro.
- 46 Prozent dieser jährlichen Gesamtkosten werden durch die medizinische Behandlung der Beschwerden verursacht („direkte Kosten“), 54 Prozent durch die sozialen Folgekosten („indirekte Kosten“ durch Arbeitsunfähigkeit, Produktivitätsverluste und Frühberentung).
- Vier Faktoren beeinflussen die Häufigkeit von Rückenschmerzen signifikant: Bildung, Nettoeinkommen, beruflicher und sozialer Status, soziale Unterstützung durch Familie und Freunde.
- Bei 81 Prozent der Rückenschmerzpatienten, denen die verordneten Maßnahmen geholfen haben, kommen die Schmerzen wieder.
Betriebswirtschaftlicher Schaden
Betriebswirtschaftlicher Schaden
Der betriebswirtschaftliche Schaden durch Rückenschmerzen ist wie folgt zu veranschlagen:
- Auf 100 Mitarbeiter kommen im Produktionsbereich 15, im Büro- und Verwaltungsbereich sogar 30 Mitarbeiter, die im Laufe ihrer Karriere wegen Rückenschmerzen arbeitsunfähig geschrieben werden müssen.
- Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitsunfähigkeitstage pro Fall beträgt im Produktionsbereich 21, im Büro- und Verwaltungsbereich 28 Tage.
- Pro AU-Tag werden im Produktionsbereich im Schnitt 475 Euro, im Büro- und Verwaltungsbereich 395 Euro Verlust veranschlagt.
- Pro AU-Fall tragen Sie als Unternehmer damit 9 975 Euro (Produktion) beziehungsweise 11 130 Euro (Büro und Verwaltung) Verlust.
Sport hat keinen positiven Einfluss auf die Beschwerden: Sport kann Rückenschmerzen aus betriebswirtschaftlicher Sicht weder lindern noch verhindern.